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Ein Italiener wärmt Körper und Seele

 

1978 – da fand man Olivenöl im Gegensatz zu heute nicht in jeder deutschen Küche. So „exotische“ Zutaten hatten vielleicht schon die Haushalte in München, Frankfurt oder Hamburg erreicht. Im beschaulichen Bretten hingegen gehörte selbst der Besuch eines italienischen Restaurants noch zur Ausnahme. Deshalb war der Zeitpunkt Ende der 1970er Jahre wohl genau richtig, den Mama und Papa Gagliardi für die Eröffnung des Ristorante Calabria wählten.

Pina und Vincenzo Gagliardi

Seither erfreut sich das gemütliche Restaurant großer Beliebtheit. Bald musste man von 35 auf 70 Plätze vergrößern. Als Sohn Vincenzo mit seiner Frau Pina die Geschicke im Jahr 1998 übernahmen, war das Ristorante Calabria längst zu einer Institution in Bretten geworden.

Das Licht scheint schräg durch die alten Fenster und beleuchtet ein keinesfalls geradliniges Inneres. Das Haus ist über 300 Jahre alt und auf sympathische Art krumm und schief. Die Gäste lieben diese Charakterstärke und ebenfalls die typischen Gerichte. Als Gruß kommt aus der Küche eine Spezialität Kalabriens auf den Tisch: Die Paste „N´Duja“ besteht aus Salami sowie rotem Pfeffer und regt, mit frischem Brot serviert, den Appetit kräftig an.

Von der Pizza bis zur Pasta wird alles selbst gekocht. Je nach Angebot bietet die Küche Fischspezialitäten, Osso buco, Saltimbocca alla romana oder Kalbsleber venezianische Art. Als Nachtisch schmecken frisch aufgeschlagene Zabaione, Tiramisu und im Sommer Erdbeeren mit Mascarpone. Wer es nicht so süß mag, bestellt geräucherten Ricotta oder jungen Pecorino. Eine Käseauswahl ist immer servierbereit.

Im Sommer veranstalten die Gastgeber ihr „Parmaschinkenfest“ und im Winter locken regelmäßig Wildspezialitäten. „Reservierungen sind an Weihnachten notwendig“, weiß Vincenzo Gagliardi. Dann sei Stockfisch auf der Karte. „So wie wir den gesalzenen Fisch präsentieren, schmeckt er wohl vielen gut“, freut sich der Patrone und stellt ein Glas Primitivaó Salento, direkt vom Fass gezapft, neben die duftenden Speisen. Da weht auch schon ein Hauch von Sommer durch das Restaurant. Salute!

f t g